Honda Junior Team in eigener (Cup) Liga
Juni 18, 2025Der Auftaktsieger von Belleben zeigte es auch im 12h Rennen von Wittgenborn. Man fährt in einer eigenen Liga. Das neue Junior Team vom GTC Rekord-Team Honda Spirit (22) glänzte bereits im Qualifying. Als einziges Cup Team gelang der #58 der Sprung ins Q2.

Zweitbestes Cup Team war die #44 von ARM Motorsport vor der #99 von CFR Motorsport. Vom Speed fehlte den Verfolgern nicht viel. 3 Zehntel, bei der Dichte des Feldes macht dies aber einiges an Startplätzen aus.
Da der Race-Speed ähnlich war, hier fuhr die #58 die beste Cup Zeit drei Zehntel vor der BEBA-GTC Academy und CFR Motorsport, war allen Konkurrenten klar, das man die Honda Spirit Junioren nur mit Konstanz schlagen kann. Doch leichter gesagt als getan, gerade für die Cup Mannschaften. Die Newcomer und Gentlemen Teams sind noch in der Lernphase, dementsprechend hoch ist die Fehlerquote. So auch in Wittgenborn.
Nach der Startfreigabe preschte die #58 voran. Bereits bei den ersten Boxenstopps musste PS -Racing, der MSC Stammheim (68) und ARM Motorsport nachsitzen. 10 Sekunden Zeitstrafen, meist wegen Speeding in der Box. Die Jungs der BEBA-GTC Akademie tanken bereits nach 40 Minuten und fallen dadurch etwas weiter zurück als nötig. Bei den zweiten Stopps fällt dann die #68 erneut mit zu hohem Speed in der Box auf, nun gibt es eine St&Go und bei der #3 vergisst man im zweiten Turn ein Zusatzgewicht mitzunehmen. 4kg Untergewicht macht 3 Strafminuten.

So wird das natürlich nichts mit einer Attacke auf die Honda Spirit Junioren. Nach drei Rennstunden liegt die #58 schon locker vorn, gefolgt vom MSC Stuttgart Stammheim (216) und auf P3, etwas überraschend, die BEBA Slalom-Racer. Diese Jungs (und Mädels) gaben ihr Rundstreckendebüt in Wittgenborn. Deren Fahrtzeit beträgt beim Slalom gut 60 Sekunden am Stück, in der GTC sind es in der Regel auch 60, aber Minuten. Die „Frischlinge“ lieferten ein Klasse-Rennen ab, kämpften sich mit Blasen an den Händen, wunden Rücken und Rippenschmerzen durch. Dabei gab es keine großen Ausrutscher oder Unfälle. Der Speed und deren Konstanz überraschte, man fightete am Samstag auch nach der 3 Stundenmarke immer in den Top-5 der Cup Klasse mit.
Nach 5 Stunden. Honda Spirit Junioren einsam vorne weg, dahinter nun PS-Racing (8) vor ARM Motorsport (44) es folgten beide BEBA Team mit der #3 und #2.
Die starke Fahrt der #99 von CFR Motorsport war dann im Reifenstapel vorbei. Es musste einiges repariert werden. Beim anschließenden Re-Start-crash kamen fast alle Cup Teams glimpflich davon nur die #99 nicht. Hinterachse krumm.
Zur Unterbrechung nach 7 Rennstunden führte nach wie vor die #58, dahinter aber fighteten PS-Racing by Protect Autoglas (8), ARM Motorsport by Mach1 (44) und MSC Stgt.-Stammheim by SolidBam (68) einen engen fight aus. Dahinter übernachteten die BEBA-GTC Academy, der MSC Stuttgart-Stammheim (216) und die BEBA Slalom Racer im Parc Fermee.
Sonntag, noch 5 Stunden Renndauer und nun starker Regen. Wie meistern die Cup Teams diese schwierige Phase. Geht da noch was, in die eine oder andere Richtung.

Aus dem Kampf um P2 verabschiedet sich kurze Zeit später die #44 von ARM. Der Vergaser zieht Wasser, das Kart muss geborgen werden. Vergasertausch, das Problem bleibt. Erst nachdem das komplette Triebwerk ausgetauscht wird geht es wieder im Renntempo voran. Die #99 spült es von der Strecke und steht erneut in Reparaturzone. Man zieht den Stecker und gibt auf.

Den Fight um P2 tragen nun die #8 von PS Racing und die #68 alleine aus. Von hinten kommt die #216 muss aber kurz danach ebenfalls abmelden. Rahmenbruch. Nun entert die PRS mit ihrer #70 die Top-5. Die hatten einen bescheidenen ersten Teil (Motorbock und Kettenproblem) geigten am Sonntag aber stark auf.
Die letzte Stunde, alle längst wieder auf Slicks unterwegs. Der Spitzenreiter steht in der Box und muss den Gewichtskasten reparieren. Die Hoffnung der Konkurrenten währt nur kurz. Zu schnell erfolgt die Reparatur, zu groß war deren Vorsprung. Kurz vor Schluss erwischt es dann doch noch die „Slalom-Frischlinge“ Die #2 steht auf der Strecke still, gebrochener Radbolzen.
So siegt am Ende (mit 10 Runden Vorsprung recht deutlich) das Honda Spirit Junior Team. Bei den Verfolgern reift die Erkenntnis was alles möglich gewesen wäre wenn….

Ein 12h Rennen ohne Fehler, Strafen, Ausrutscher oder technische Probleme zu absolvieren, ist so verdammt schwierig. Zum Glück lieferten sich die Verfolger ein spannendes Rennen um die weiteren Podiumsplätze. Hier hatte dann der MSC Stuttgart Stammheim (68) die Nase vorn und wird zweiter. P3 dann an PS-Racing (8) vor der PRS Berlin e.V und der BEBA GTC Academy (#3)

Bilder: K. Axmann, C. Visser und GTC


