Master-Class, je „oller“ desto schnell
April 22, 2026Foto: Corelie Visser –
Der Auftakt zur GTC-Masters in Belleben sah drei neue Mannschaften am Start. Leider waren aber auch drei Mannschaften des letzten Jahres nicht mehr dabei. Allen voran der Seriensieger und Champ der letzten Jahre, die Cool Runnings. Hier gab es eine Umstrukturierung, wobei Klaus Eberle nun nicht mehr ins Lenkrad greift, um sich verstärkt der Taktik und Koordination seiner #75 in der Top-Klasse zu widmen.
Qualifying: ABR schnell, aber untergewichtig
Im Qualifying trumpfte ABR Performance Racing groß auf, leider untergewichtig. Also Start aus der letzten Reihe. Die Master-Pole ging so an die #44 von ARM Motorsport, die die Master-Wertung nutzen wollten, um Daten und Erfahrungen für ihre Top-Mannschaft zu sammeln.
Besonderes Line-up bei ZAP
Der dritte Starter, ZAP #155, setzte sich zusammen aus Teamchef Carsten Pilger und Chef-Stratege Stefan Glaser. Hier wollte der „Chef“ Spaß haben und gleichzeitig Stefan für einen tollen Job in der Box danken und nahm ihn zur Belohnung mit auf die 3h-Reise.

Rennen: ABR dominiert das Feld
Die Geschichte des Master-Rennens ist aber schnell erzählt. ABR Performance war das Team der Stunde und setzte beim Speed Maßstäbe. Die #51 pflügte durchs Feld, setzte sogar die gesamt schnellste Rennrunde und lag schon nach einer Stunde auf P1. Christoph Böhm zeigte, dass er nichts verlernt hatte und den Vorteil von frischen Reifen nutzen konnte.
Kampf um Platz zwei
Während sich ZAP mit ARM Motorsport battelte, zog die #51 stetig davon. Im Ziel waren es dann überlegene 2 Runden Vorsprung auf die Verfolger, die in der Reihenfolge ZAP #155 vor ARM Motorsport die Zielflagge sahen.
Technik-Check sorgt für Gesprächsstoff
Noch während das Hauptrennen weiter lief, durfte Christoph seine Schrauberqualitäten zeigen. Der TK wollte sich nun den Motor einmal genauer ansehen. Kaum war die Schlussabnahme ohne Beanstandungen erledigt, trudelten erste „Kaufangebote“ bei Christoph ein.

Fazit: Alter Motor, große Leistung
Klar, wenn jemand so schnell unterwegs war, muss es doch am Motor liegen. Ob ein möglicher Käufer mit diesem Exemplar zufrieden wird, kann bezweifelt werden. Das Triebwerk ist ein uralter „Hund“ aus dem Jahre 2017 und trieb einst das Kart von EM-Racing (Cheb) vorwärts. Selbst die langlebigsten Honda-Motoren machen irgendwann die Grätsche. Nach 9 Jahren muss man damit jederzeit rechnen.


